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Youngsters und Twitter

„Hey, du hesch bestimmt Facebook, oder? Häsch au Twitter?“ „Loogisch hani Facebook. Aber Twitter hani nöd, isch doch fasch s’gliiche wie Facebook, oder?“

Stimmt! Also nicht die Antwort auf die Frage 2, sondern allgemein der Fact „Twitter“. Wieso soll ich mir einen Twitter-Account erstellen, wenn ich bereits alles auf Facebook habe? Alle meine Kollegen, News vom Tag, sogar mein Lehrer ist auf Facebook.

Anlässlich einer Disskusion über das Thema „Warum sind junge Leute auf Twitter so schwach vertreten?“ habe ich mir auch ein bisschen Gedanken gemacht … Und vorweg, es ist eine gute und schwierige Frage.

Auf folgende Hürden bin ich gekommen:

– Twitter-Hürde 1: Wieso Twitter wenn ich schon Facebook habe? Habe dort ja alle meine Freunde!?
– Twitter-Hürde 2: Twitter ist hier in der Schweiz einfach noch nicht so bekannt.
– Twitter-Hürde 3: Absehbares Suchtpotential gar nicht erst provozieren

Wir werden sehen, vielleicht kommt Twitter noch auf und zieht mit Facebook gleich…

8 Kommentare

  1. Ich finde es ehrlich gesagt gut, dass Twitter in der Schweiz och nicht so populär ist! Da Facebook ja praktisch für jederman tauglich ist und relativ einfach zu verstehen, ist es zur schnellen Verknüpfung besser geeignet. Twitter kann für manche Menschen mit den vielen externen Diensten schon mal verwirrend und unübersichtlich werden, dies genau so mit der Flut an Nachrichten und belanglosen Informationen. Für die jüngere Generation empfehle ich dann doch Netlog oder wie das Ding heisst, auf Twitter soll sich lieber das „Fachpersonal“ unterhalten :) Aber wie immer kann man über alles diskutieren und philosophieren

  2. Interessantes Thema, gelunger Beitrag.

    Viele meiner Kollegen wissen gar nicht erst, was Twitter ist. Sie haben zwar schon davon gehört, da aber alle ihre Freunde auf Facebook vetreten sind, interessieren sie sich gar nicht erst für andere Social Networks.

    Zudem finden viele Twitter ’sinnlos‘. Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass Twitterer einfach ihr ganzes Leben kommentieren – und es angeblich niemanden interessiert. Dass auf Twitter interessante Diskussionen entstehen und dass coole Events geplant werden weiss praktisch niemand, der nicht in das System hineinsieht.

  3. Ich wurde gebeten, als selbst jugendlicher Twitterer hier meine Meinung zum Thema „Weshlab twittern wenig Jugendliche?“ festzuhalten.

    Zuerst eine allgemeine Aussage zu Twitter:
    Wenn wir(wir=alle Twitterer) ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass Twitter(=in 140 Zeichen der ganzen Welt mitteilen was man gerade tut oder auch lässt) für Ausenstehende äusserst langweilig und sinnlose klingt. Doch Twitter ist mehr: Es geht nicht darum zu posten, dass man gerade eine Banane gegessen hat oder weiss ich was. Der Sinn für Twitter besteht darin, dass man mit Personen(eben auch nicht-Bekannten) über aktuelle Themen, Weltgeschehen, etc. diskutieren kann und auch mit ihnen Spass hat. Nur leider ist dies für nicht-Twitterer nicht ganz verstäntlich. Ich weiss nicht was mich dazu getrieben hat, einen Twitter-Account zu erstellen, denn anfangs(bevor ich mit Twitter begann) empfand ich es ehrlichgesagt auch als doof und sinnlos. Wenn man dann aber einmal dabei ist, ist es purer Spass!
    Hiermit habe ich nur allgemeine Sachen zum Thema Twitter angeschnitten. Kommen wir zum eigentlichen Thema:

    Leider weiss auch ich nicht mit sicherheit, weshalb es wenige jugendliche Twitterer gibt. Doch ich kann hier als selber Jugendlicher meine persönlichen Erkenntnisse/Meinung erläutern.
    1. Ein Problem ist sicher, dass sich viele Jugendlich kein iPhone oder sonst twitterfähiges Handy leisten können(Auch das Datenabo dazu ist ein Problem). Auch ich besitze kein iPhone, twittere einfach vom PC und seit kurzen von iPod touch aus. Bin dadurch nur da online, wo ich WLAN zur Verfügung habe oder wenn ich Zuhause bin. Dennnoch macht Twitter Spass und ich empfinde es nicht als Grund, nicht zu twittern.

    2. Wie @pumuggel es schon erwähnt hat, ist Facebook wirklich ein Problem: Auch ich habe schon oft gehört „Twitter ist doof, da kann man ja nichts machen. Auf Facebook habe ich all meine Freunde und kann Bilder etc. veröffentlichen. Das macht Spass!“ Leider hat Twitter das Image sinnlos und unspannend zu sein. So empfinden es auf jeden Fall die nicht-Twitterer, wobei es aber für Insider ganz und gar nicht so ist. Dies begreift man allerdings nur, wenn man Spass am diskutieren und nicht nur kommentieren hat und sich einen Account auf Twitter zulegt.

    3. Wie wahrscheinlich einige von euch erzählt ihr manchmal euren real-Freunden über das Geschehen in der Twitterwelt. Wenn ich das unter meinen Freunde tue, kommen oft die Worte: „Twitter, was ist denn das?!“ Ich denke, dass das daran liegt, dass sich Twitter in der Schweiz noch nicht wie z.B. Facebook zu einer muss-Seite entwickelt hat. Ich hoffe das wird sich in nächster Zeit ändern.

    4. Ich kenne die wenigsten, mit welchen ich twittere persönlich. Das ist wieder ein Problem: Viele denken sich: „Weshalb auf Twitter? Da kenne ich ja niemanden. So denken leider viele Jugendliche, denn sie wollen die Leute, mit denen sie schreiben/chatten auch im Alltag kennen. Doch genau für solche Dinge gibt es ja die sog. „Tweetup’s“, wo man all seine Twitterfreunde trifft und kennenlernt. Doch für Aussenstehende ist das schwer zu begreifen und diese denken dann immer, dass alle Twitterkontakte föllig fremd zu einem sind.

    Ich weiss, ich könnte mich kürzer fassen, aber ich möchte mich eben auch dafür einsetzen, dass es mehr Jugendliche auf Twitter gibt. Um das zu erreichen, müssen wir den Jugendlichen den Begriff „Twitter“ näher bringen und ihnen zeigen, was wirklich dahinter steckt.
    Falls ihr mit einem Kriterium von mir nicht einverstanden seid oder etwas ergänzen möchtet, bitte ich euch, dies hier zu veröffentlichen und wir können darüber diskutieren. Ich würde mich über Kommentare freuen!

    Vielen Dank für’s Lesen!

    Freundliche Grüsse
    gogsli (Nicolas Neeser)

  4. Hut ab @gogsli das hast Du sauber aufgebaut und argumentiert. Und das mit 13 Jahren. Ich bin beeindruckt. Wie Du richtig sagst, gibt es auch ein paar Gründe, die genau so für die Erwachsenen gelten.

  5. @gogsli:

    Schön beschrieben, Respekt.
    Dein Kommentar hat meinen von oben gleich noch etwas präzisiert, danke dir!

    Komm doch ans nächste #tweetupaarau, da könnten wir die Diskussion unter Twitterern noch weiterführen. ;-)

  6. Grund 3 würde ich streichen. Gerade Junge machen sich erstaunlich wenig Gedanken über Auswirkungen dieser Art.

    Facebook ersetzt bei den jungen Leuten heutzutage immer stärker bisherige „Jugend-Medien“ wie MSN, Netlog, thats-me.ch, und so weiter. Es bietet einfach mehr und der Trend ist „weg vom einzelnen, hin zu gesammelten“ – und das bietet Facebook. Twitter hingegen, könnte man im Vergleich als Facebook-Status-Timeline betrachten.

    Meine jüngeren Facebook-Kontakte nutzen ihre Status-Updates wie ich beispielsweise Tweets. Alles wird an alle gesendet, die Selektion fällt hier weg. Wer etwas älter ist, selektiert in den gesammelten persönlichen Kontakte lieber, das raus-an-alle wird dann auf Twitter ausgelagert.

  7. spannende Diskussion hier. ich fand 1 Jahr lang Twitter doof und sinnlos, bevor ich damit begonnen habe. und das nur, weil mich @bugsierer mehrmals dazu genötigt hat. ich bin im heute sehr dankbar. ich finde twitter toll, habe viele menschen kennengelernt, aufträge darüber erhalten, tolle anlässe und tweetups erlebt, von sonstigen events die ich darüber erfahren habe ganz zu schweigen.

    facebook hat eine raffinierte maschinerie für faule. es werden automatisch freunde vorgeschlagen, die man kennen könnte. und abgesehen davon gibt es noch viel mehr solche rafiinierten tricks, die facebook auf lager hat.

    twitter hat diesbezüglich nichts zu bieten. 140 zeichen, dms, fertig. auch begreifen viele anfangs nicht, wie das mit diesen @replies funktioniert, wer was lesen kann, wen man wen followt etc. twitter ist vielleicht ewas elitärer als facebook. zumindest die einstiegshürde ist höher. doch das finde ich auch gut, das steigert das niveau dem mitmachenden. sag ich mal etwas provokativ.

    ich twitterte einmal: „twitter ist wie ein badestrand: wenn alle hingehen wirds ungemütlich“.

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