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Hallo Internet – Real oder Nickname?

Auf Twitter nenne ich mich @pumuggel. Auf meinem Blog bin ich @pumuggel. Auf Facebook bin ich Jonas Kienast. Im Real Life bin ich Jonas Kienast. Bei WordPress heisse ich @pumuggel.
Aber wieso? Was spricht gegen meinen Real Name im Internet? Wieso nehmen wir einen Nick Name oder eine Abkürzung unseres Namen?

Angst vor Unbekanntem?

Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Warum verwenden Zahlreiche – darunter auch ich – im Internet oft einen Nickname? Haben wir Angst vor Unbekanntem? Angst von Anderen spioniert zu werden, oder wie es ja so schön heisst «Stalking»? Haben wir Angst um unsere Privatsphäre?

Ich habe die Antwort leider nicht – sonst würde ich diesen Beitrag nicht schreiben. In diesem Zusammenhang stelle ich mein Nickname @pumuggel ebenfalls in Frage. Warum ich als @pumuggel in der Welt 2.0 herumirre, kann ich schlecht erklären. Ein Grund war: «So sehen nicht alle, was ich schreibe». Warum habt ihr einen Nickname gewählt, oder warum eben nicht?

Wir steuern ja den Content

Alle Tweets und Blogbeiträge steuern wir selber. Wir überlegen, schreiben und drücken ab. Gut, zum Teil überspringen wir den ersten Punkt… aber dies ist eine andere Geschichte. Wir steuern den Content alle Dienste. Bis ins letzte Detail. Wir definieren, was wir online schalten. Stil, Textart, Tonalität – liegt in unseren Händen. Zudem wollen wir ja auch, dass wir viele FollowerInnen haben. Regelmässige Blog-LeserInnen. Ist doch ein Widerspruch!? Wie soll man gefunden werden, wenn wir unter einem anderen Namen – also der Nickname – zu finden sind?

Eine Überlegung ist es wert, oder?

10 Kommentare

  1. nicknames sind ok, solange man nicht völlig anonym bleibt, find ich. sie erlauben einerseits die verkürzung des namens, dienen aber anderseits auch als markenzeichen.

  2. Darüber wollte ich auch mal nen Artikel schreiben. Mich dünkt dieses Verstecken hinter Phantasienicks eher etwas 1995. Aber wenn man den halt seit 1995 hat und seinen Blog und alles darüber läuft, dann ist das halt so.

    Wie du richtig schreibst, steuern wir ja den Content unserer Kanäle. Und wenn dann mal ein zukünftiger Chef ein Problem damit hat, dass man um 2 Uhr samstagmorgens etwas besoffenklingendes getwittert hat, dann wäre die Stelle eh scheisse.

    Einen optimalen Nick zu finden, kann schon schwer sein. Ursprünglich war ich als „flughund“ unterwegs (Website, Twitter, etc), doch ich wechselte dann mal auf @dworni. Da mein Nachname etwas weniger verbreitet ist als z.B. Müller war das auch easy, der Nick ist meistens überall noch frei. So wies aussieht ist @jkienast schon weg, aber der account ist ziemlich leer und du könntest den vielleicht ergattern (@bloggingtom schrieb ja mal wie das geht). Oder @jonaskienast halt.

  3. pumuggel sagt

    Gut, mich gibt es erst seit 2010 – also dann hab ich wirklich richtig damit begonnen mit dem twittern. Den Twitteraccount hab ich seit 2009, lange aber nicht benutzt.

    Ich hatte ursprünglich mal den @jonaskienast gehabt, aber eben dann auf pumuggel gewechselt. Der jetzige Namen hat sich relativ gut eingelebt, daher bin ich mir nicht sicher, ob ich wechseln soll. Habe aber trotzdem mal nach Anleitung von @bloggingtom den @jkienast „angefechtet“.

    Wir werden sehen. Aber grundsätzlich unter dem richtigen Namen twittern wäre schon sinnvoll…

  4. Tocaya aka Julia sagt

    Ich hab nix zu verbergen – aber online bin ich trotzdem gern mal die Tocaya. Ist aber – wie man so schön sagt „historisch“ gewachsen…(nein, nicht 1995 sondern 2008) Als ich anfing mit Twitter und meinem Probeblog, wusst ich noch nicht, ob das mein Ding ist. Ob ich mich da wirklich zur Schau stellen will. und, ob ichs nicht irgendwann bereue. Und ich bin ja ein kluges Mädchen und weiss, dass alles, was mal im internet ist, da nicht mehr wegzubekommen ist.

    Neulich hatte ich sogar mal „Stress“ deshalb – aber weil mich ein Blogger vermeintlich entlarven wollte. Er war der Meinung, ich verberge absichtlich meine Identität als ich im Namen meines Unternehmens etwas kommentiert hatte. Recht hatte er! Irgendwie. Nur war es nicht absichtlich. Ich finde nichts Falsches, hin und wieder meinen Nickname zu benutzen. in dem Rahmen war es aber nicht ok. Habe meine Lektion gelernt ;-)

    Gestern hatte ich auf Twitter probeweise meinen vollen Namen angegeben. Muss sagen, es gefiel mir nicht. Auf Twitter war ich schon immer Tocaya und das bleibt auch so. Gefällt mir einfach. Dort schreib ich für Leute, die ich grösstenteils noch nie gesehen habe. Die dürfen zwar mit mir auf „du“ sein, aber meinen vollen Namen erfahren sie erst, wenn sie danach fragen ;-) Auf Facebook findet man mich dann mit vollem Namen – für die Leute, die mich kennen und vermeintlich mögen. Da würd ich auch nie so komische Namen wie „Schnuller Backe“ oder „Tadaaa“ verwenden.

    Ich finds ok – jedem nach seiner Façon. Mir gefallen Namen wie Pumuggel ;-) Blogger leben sich kreativ aus – warum sollten sie nicht einen Künstlernamen tragen? Ludwig Franz Hirtreiter kennt heute auch keine Sau – an Rex Gildo erinnert sich wohl aber der ein oder andere. In diesem Sinne: Hossa! ;-)

    PS: ok, das war jetzt eher n Blogpost als ein Kommenar. Sorry for that!

    • pumuggel sagt

      Zägg, den Nagel voll auf den Kopf getroffen.

      Komisch, normalerweise hören und sehen doch Menschen gerne ihren eigenen Namen. Am Telefon, im Ladengeschäft, Zeitungen. So hab ich es zumindest gelernt. Auf Twitter fass ich das anders auf. Vielleicht hängt das mit den – zum Glück – knappen 140 Zeichen ab.

      Wenn ich jetzt meinen Blogpost lese und die Kommentare, glaube ich, dass die Entscheidung ob Nick- oder Realname in einem Moment passiert wo man misstrauisch zum System Blog und Twitter ist. Dann nämlich, wenn man beginnt und eben ausprobiert. Wie du schön sagst: uns wird vorgelebt, achtung, das Internet vergisst nie. Das stimmt auch und sollte ernst genommen werden. Gibt viele die wurden im Internet regelrecht zerrissen.

      Aber eben, wenn man neu ist, probiert man Twitter etc. aus, man hat sich eingelebt und dann den Namen zu ändern ist schwierig. Man ist „bekannt“ unter @pumuggel und möchte nicht wechseln. Bequemlichkeit. Darum: Nickname geht auch i.O.

      Der @pixelfreund lebt auch noch. Auch mit Nickname :-)

  5. Einfache Antwort. Würde ich heute beginnen, ich würde in jedem Fall den Realname wählen. Ich habe meinen Nickname damals gewählt, um die Domain meines Blogs bekannt zu machen. Ich habe allerdings immer meinen richtigen Namen neben den Nickname geschrieben. Heute kennt man das Blog und meinen Twitteraccount unter dem Namen Pixelfreund und ich kann sozusagen nicht mehr zurück. Trotzdem habe ich die Accounts meines Realnames reserviert (und halte sie ein wenig aktiv).

    Was gar nicht geht, sind multiple Accounts, die unterschiedliche Rollen vorspielen oder unterschiedliche Tonalitäten nutzen. Eine Person bleibt ein und die selbe Person. Privat oder geschäftlich. Auf Facebook, Twitter und XING. Als Ausgleich sozusagen benutze ich überall den selben Avatar und die selben Links oder Beschreibungen des Profils.

  6. Tocaya sagt

    Pixelfreund, was meinst du mit Tonalitäten? In einem Meeting spreche ich anders als in der Mittagspause als zuhause mit meiner besten Freundin als mit guten Bekannten. Da man sich oft auf den diversen Plattformen auch mit Menschen mit unterschiedlichem Bekanntheitsgrad und Interessen vernetzt, zeigt man doch logisch zT andere Facetten von sich oder ein spezifisches Talent etc. Man ist dennoch die gleiche Person. Die selbe Identität zu haben ist unabdinglich – stimme ich zu.

  7. Kann Julia mehr als nur zustimmen, hab vor knapp einem Monat meine Twitterpersönlichkeit aufgespalten, in beruflich seriös auf Englisch und privat locker auf Deutsch, und bin mehr als Zufrieden mit der Dynamik welche sich damit ergeben hat, für beide Accounts. Schade unterstützt Facebook eine solche Trennung nicht ebenfalls, berufliche und private Nutzung von Socialmedia sind einfach zu unterschiedlich um unter einen Hut gebracht zu werden, zumindest bei mir … und so bin ich nun unter Vor- wie Vollname unterwegs.

  8. ….. bei mir war’s so, dass ich meinen nick schon IRL hatte, schon verschiedene projekte damit gemacht und angerissen hab‘, so war es für mich nur logisch den nick auch in’s net zu nehmen, zumal er auch in gewissem sinne meine „marke“ is’…..
    ….. in den meisten meiner projekte kann man aber auch, zumeist im impressum oder ähnlichem, meinen realen namen finden, dies auch, weil ich ja eigentlich nix zu verstecken habe, nur, eben, mein nick is‘ meine marke und darum zumeist auch präsenter…..

    ….. schade finde ich auch, dass viele sich hinter ihrem nick verstecken wollen, auch kaum reale interaktion wollen, wie bloggertreffen oder twitterbier, dabei wär’s ja so einfach in den metatags ein geotag und den namen zu verstecken, die meisten „normalen“ user wissen kaum wie man die metatags sehen kann oder machen sich kaum die mühe diese sehen zu wollen…..

  9. ich trenne bewusst real-name und nickname. und zwar darum, weil ich hin und wieder auch mal übers geschäft ablästern möchte und dann will ich nicht, dass der chef am nächsten tag kommt und mir vorhält, was ich gelästert habe.
    damit will ich nicht sagen, dass ich unter dem nickname eine total andere person bin und nicht zu meinen aussagen stehen würde, nur möchte ich manchmal halt zeugs erzählen, ohne dass grad jeder weiss, dass ich (realname) das bin.

    leider musste ich im twitter einen anderen nicknamen nehmen, weil @pipistrella bereits besetzt war.

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