Socialmedia
Kommentare 8

Bern. Chan mer mache.

Heute war ein geiler Tag. Mässi! Doch schön von Anfang an…

Zeitumstellungen habens jeweils in sich. Im ersten Moment pure Begeisterung (also jenachdem ob wir beschenkt oder bestohlen werden) – danach kommt das Loch. Und es ist gross. 2x im Jahr dürfen wir ja an den Uhren herumgeschrauben. Tja… sind aber die wichtigsten Uhren gestellt beginnt jeweils das Wettrennen. Es ist fast wie Ostern. Wer zuerst noch eine Uhr findet, welche nach alter Zeit läuft, darf sich zum Oberschnüffler ernennen. Am Folgetag bedeutet dies: Tragen des goldenen Knochenanhängers. Eine Art Glücksbringer. Ich hatte ihn noch nie!

Was hat das aber mit Bern zu tun? Folgt später. Ich brach heute – also am 1. November – auf, Richtung Bern. BLGMNDYBRN.

Mein Zug wartete bereits auf Gleis 14, Hauptbahnhof Zürich. Ohne Gold-Knochen-Anhänger startete Mission BERN.

Sympatisch wie ich bin, gewährte ich natürlich kurz vor Abfahrt 2 netten Herren den Eintritt in mein 4er Abteil. Ich bin ja nicht unhöflich. Bin ja Zürcher, gell. Nebenan am Fenster ein Hund. Mit goldenem Knochenanhänger am Halsband. Das ist wohl das Erniedrigste was je passieren konnte. Danach war Billettkontrolle und dann

Hdi dbbsbhjjdbd. Dbdjdjdndhdjnddvdvd
Hdiddbw suhddu

„Nächster Halt BERN.“ – tägg und ich war wieder wach.

Bern – ach dieser Dialekt. Geht ja gar nicht – aber heute einfach mal durchhalten und freundlich, sympatisch bleiben. Oder zumindest so wirken. Denn schliesslich zählt ja der erste Eindruck.

40% Akku, ein einmaliges Meet’n’Greet mit Luigi und Halter bringen mich heil ans BLGMNDYBRN. Zum Glück haben wir gerade vor dem Restaurant ein Parkplatz gefunden. Das Parkieren ging wie im Nu… *räuspel* :-)

Ich hatte Bern in anderer Erinnerung. Gut da war ich glaub auch nur geschäftlich unterwegs und sah Bahnhof, Bus Nr. 20 und Büro. Ansonsten beweg ich mich halt eher auf vertrautem Territorium. Zürich und Umgebung.

Doch dieser 1. November bleibt mir wohl in sehr guter Erinnerung. Bern. Mal von einer anderen Seite. Chan mer mache!

Nette Leute – aber das wusste ich ja zum bereits im Voraus. Neue Bekanntschaften und ich konnte bereits meine erste Lektion „Züritüütsch verstah – Züritüütsch rede“ geben. Ich wurde ja auch lieb behandelt – hat mich schon bisschen verwundert. Alle so lieb – bestimmt ein Fake. Wissen werd ich es wohl nie ;-) Aber gefallen hat’s mir!

Eingangs habe ich geschrieben, dass die Zeitumstellung meistens einen schrecklichen Nachgeschmack hat… Nicht aber dieses Mal!

Bern – oder besser liebe Berner Fraktion. Ich bin gern bei euch. Bleibt so wie ihr seid – ich weiss nicht obs an der Zeitumstellung lag – aber ich finde euch und euren Dialekt sehr angenehm. Dies soll jetzt keine Schleimspuren hinterlassen…

Auf ein nächstes Mal. Zibälämärit würd mich auch mal noch interessieren. Im Gegenzug kann ich Sächsilüüte offerieren. Gebt mir Bescheid!

Danke nochmals an @aennnu @souslik @dworni für’s Spendieren.

Hasta la vista und treu nach dem Motto – chan mer mache.

8 Kommentare

  1. Merci für deinen Besuch da an unserem Stammtisch. Das fand ich schon sehr cool, dass du dich getraut hast. Und merci fürs Buch, die CDs dazu hören wir uns dann mal nach 3 Flaschen Gin an, haha. Auf ein anderes Mal, vielleicht mal wieder in Züri!

  2. pumuggel sagt

    Ach der Besuch war doch Ehrensache. Hat wirklich Spass gemacht. Ich wusste ja, was für eine Rasselbande mich erwarten wird ;-)

    Ja – die CD’s möchte ich also auch mal hören – so als Podcast. Gin tönt gut! Auf ein anderes Mal!

  3. sei Du mal froh, dass du, um nach Bern zu reisen nicht auch noch eine Zeitzone überschreiten musstest, sonst wärest Du ja aus dem an der Uhr hrumfummeln gar nicht mehr heraus gekommen, geschweige denn aus den Rechtfertigungen, warum Du eine Stunde zu spät, und wir unsere Bärentatzen bereits verschlungen gehabt haben hätten, gekommen wärest (oder so).

    Ich hoffe der Jetlag war nicht allzuschlimm.

  4. Eine weitere Einführung im „Zürcher in Bern sein“, gebe ich Dir gerne übernächstes Mal. Oder am 24. November in der Dampfere beim „Pix-Mix“, einem Berner Kulturabend an welchem immer wieder eine ganze Horde Blogger- und Twitterati zu Gegen sind.

    Be there.

  5. @djbrutalo: Na gut – wie vielleicht aufgefallen ist – trage ich keine Armbanduhr… und die Wanduhr mit einem Durchmesser von 60cm schlepp ich bestimmt nicht mit nach Bern. Nur um die Zeiger nach vor und zurück zu verschieben ;) Jetlag hab ich überstanden. Nehm jetzt regelmässig Medikamente…

    @derbebilderer: all zu viel Bern kann ja schon nicht schaden – aber übertrieben wirkt es sehr qiiitschig :) Leider sind Mittwoche sehr schlecht – gehen nie bei mir. Montage sind gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *