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Und so kaufte ich mir eine Gitarre.

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Mit einem knurrenden Magen sollte man nie Einkaufen gehen, denn gekauft wird dann alles, was essbar ist. Shoppen sollte man nie gehen, wenn man etwas Bestimmtes sucht, denn man findet es garantiert nicht. Ideen sollte man immer verfolgen, sonst verfolgen sie dich. Und manchmal ist eben spontan doch nicht die beste Taktik. So kaufte ich mir eine Gitarre.

Liebäugelte schon immer mit Gitarren.

Schon seit klein auf liebäugelte ich mit der Gitarre meiner Mutter. Ich war jeweils die Vor- und Nachband an Weihnachten neben dem geschmückten Weihnachtsbaum. Gitarrengriffe kannte ich nicht,  wozu auch, richtig auf die Seiten hauen, das war meine Devise.

Meine Auftritte gingen jeweils 2 Minuten. Nicht länger. Spätestens beim F-Moll-Dur-Heavy-Metal-Reggae-Song hat mir meine Mutter die Gitarre weggenommen. Unverständlich für mich, doch es war nur zu liebe der Gitarre und den Ohren der sehr aufmerksam und interessierten Zuhörer (man ersetze die Wörter mit „abwesenden“ und „nicht interessierten“). «Triangel wäre gut für dich, mein Sohn.» Ja, ja, schon gut!

Gefangen zwischen Triangel und Trompete

Triangel mochte ich nicht – ich fühlte mich unterfordert. Zudem wollte ich auch mal unterschiedliche Töne spielen als nur «Ding, Ding, Ding». Ich entschied mich also für ein Blasinstrument: Trompete.

Ich hatte grosse Freude – unsere Nachbarn weniger. Hihi. Doch ich übte fleissig, ging 1x pro Woche in die Trompetenstunde und war glücklich. Übrigens hatte/habe ich eine wunderschöne Trompete, eine Bach, silbrig.

Trompeter in einer Big Band

Ich legte mich richtig ins Zeug und wollte in einer Band spielen. Ein grosser Star werden, wie Maurice Andre. Er ist gestorben, doch ich durfte ihm – zusammen mit meinem Vater – zuapplaudieren. Das Konzert war wahnsinnig gut. Ich fand dann mein Plätzchen in der Big Band der Jugendmusik der Stadt Zürich und hatte den einen oder anderen Auftritt und meine Solos. Einer meiner Solis könnt ihr ab 1 Minute 10 hören. Die Trompete, welche schief tönt.

Dann war Schluss mit Trompete. Ich hatte es gesehen. Keine Lust mehr. Ist (fast) überall so. Doch der Kontakt zur Musik und vor allem zur Gitarre habe ich nie verloren.

Spontan muss man sein

So geschah es, dass ich eines Tages im Musik Hug stand, Abteilung «Zupfinstrumente». Wäre schon schön, eine Gitarre. Im Sommer auf der Wiese am Zürichsee, Wassergeplätscher, Schrumm Schrumm und ein Bierchen. Die Wurst auf dem Grill. 30 Grad. Bis spät in die Nacht: „Kauntriiii roooooooad, thake me home, too the pleiiis eiii belooong.“

Ich quatschte mit dem Verkäufer. Liess mir 3 Gitarren zeigen. Ich hatte ja keine Ahnung von Gitarren und Hersteller. Als ich fragte, wo denn hier die Ventile sind, wusste auch er Bescheid, wie ich Bescheid weiss.

In solchen Momenten hinterfragt man sich oft: „Tue ich jetzt das Richtige?“ – Ja!

Das Aussehen, der Klang, ich entschied mich für eine Washburn mit Stahlseiten.

Das Geile an der Gitarre ist nicht nur der schöne Klang, sondern auch das integrierte Stimmgerät und der Anschluss für einen Verstärker. Ich könnte also quasi mit Bastian Baker auf Tournée gehen – tue ich aber nicht. Es ist wirklich eine tolle Gitarre.

Marty Schwartz – der Gitarren-Gott

Wer unbedingt Gitarren spielen lernen will, der besucht den Youtube-Channel von Marty Schwartz. Mein Gitarren-Gott. In einfachen und sehr gut erklärten Videos erlernst du das Gitarrenspielen. Er spielt dir auch bekannte Lieder vor und du machst nach.

Hier einige Beispiele:

So, ich bin dann mal auf dem Balkon, an der Sonne, üben. Die Badesaison beginnt ja schon bald. Gut schrumm!

7 Kommentare

  1. Schon als kleiner Knirps wollte ich auch Gitarre spielen (logisch, mein grosser Bruder spielte das Instrument auch). Ich kam nicht dazu, hatte stattdessen mal eben die obligaten Blockflötenstunden (klingt immer so billig, aber wer das Instrument WIRKLICH (und nicht nur ein paar Liedchen trällern) beherrscht, chapeau!). Immer mit dem Schlagzeug und Rhythmus (unglaubliches Wort) liebäugelnd lernte ich Akkordeon und war dann nach vielen Jahren auch nicht mehr begeistert. Durch die Percussion (Djembe, Cajon,…) gelangte ich zum nächsten Instrument und jetzt kann es wieder alles mit Rhythmus sein.

    Huch, hätte beinahe einen eigenen Blogbeitrag mit diesem Kommentar schreiben können.

    Ach, was ich noch sagen wollte; Hut ab für deine Entscheidung. Und dass die Bilder der Gitarre toll sind, weisst du selber.

    • Hey Michael, ja, manchmal braucht es Umwege um an Ziel zu kommen. Auch bei Instrumenten. Schlagzeug durfte ich nie. Nachbarn und so. Oh, Akkordeon, klingt gut. Percussion ist geil, da stehst du immer voll im Mittelpunkt, denn alles richtet sich nach dir. Der Rythmusgeber.

      Danke für die Blumen bezüglich Fotos – ja, ich habe mir Mühe gegeben.

  2. Instrumente beherrschen ist immer cool. Nach 12 Jahren Schlagzeug (ich hatte zum Glück immer tolerante Nachbarn) bin ich auch auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ich liebäugle mit einem Tuuti mit so 3 Ventilen, und da es schon beim Schlagzeug immer so gross wie möglich sein musste, belästige ich meine Umgebung nun mit einem Sousaphon.

    • Yeah, ein Sousaphon. Wie geil ist das denn. Falls du eines kaufst, sag mir Bescheid – als ehemaliger Trompeten-Spieler kann ich bestimmt Sousaphon spielen. Das ist ja ein Monster unter den Blechinstrumenten. :D

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