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Ozone Swift 4

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Fast 2 Jahre ist es her, als ich meinen ersten Gleitschirm gekauft habe. Es war ein Wave 2 von Skyjam Paragliders. Ein gutmütiger A-Schirm, der sich perfekt für Einsteiger eignet. Ein Schirm, der viel verzeiht und man alle Jahreszeiten erleben kann.

Doch nach einiger Zeit besteht das Bedürfnis nach mehr. Nach einem neuen Schirm mit mehr Leistung aber trotzdem genügend Sicherheit. Er soll aber schon besser sein als der Alte. Aber nicht zu hoch eingestuft, denn so viel Erfahrung hat man ja noch nicht. Und schon ist man mitten drin in der komplizierten Geschichte. Denn: Was für eine Marke soll es jetzt sein? Welches Schirm-Modell? Es gibt eine grosse Anzahl an Herstellern und Modellen. Und überall steht: Das ist das perfekte Fluggerät für Sie. Perfekt für Einsteiger und jene, die bereits mehr Erfahrung haben.

Probefliegen der Schirme

Ich habe mich dann entschieden, zwei Schirme genauer anzuschauen: Der Advance IOTA und Ozone Swift 4. Bei beiden handelt es sich um höhere B-Schirme. Bei der Flugschule Win Wings konnte ich beide probe fliegen und das hat sich gelohnt. Gerade wenn es um einen neuen Hauptschirm geht, sollte das unbedingt gemacht werden. Man merkt ziemlich schnell, welcher Schirm besser passt.

Ich fühlte mich zum Beispiel bereits beim ersten Testflug mit dem Swift 4 extrem wohl. Er startete sensationell gut (das wegen dem leichten Tuch). In der Luft war er im Vergleich zum alten Schirm dynamischer und kecker. Man merkte klar: da ist mehr Leistung drin. Steuerbefehle kommen viel direkter an und dementsprechend steigt er auch direkter in die Manöver. Was mittlerweile sehr viel Spass macht. Spass ist das Eine, aber wie verhält er sich bei Seiten- und Frontklappern? Nach meinem Geschmack sensationell! Fast kein Eindrehen, auch wenn es ein 70% Seitenklapper ist. Lässt man die Leinen los, geht der Klapper auf. 1-2x pumpen und schon ist alles wieder offen. Auch beim Frontklapper verhält sich der Schirm meiner Meinung nach sehr gut.

Auch der IOTA von Advance startete wunderbar. Ebenfalls sehr direkt sind die Steuerbewegungen. Der IOTA ist meiner Meinung nach aber nicht so dynamisch in der Luft wie der Swift. Auch bei den Manövern war es ein anderes Gefühl. Auf Seitenklapper reagiert der IOTA meiner Meinung nach heftiger. Er dreht schneller ein und man muss viel mehr mit Gewichtsverlagerung arbeiten. Zudem hatte ich im ersten Testflug mit dem IOTA eine Schrecksekunde: nach einem Frontklapper verhängte sich die linke Seite und ich flog längere Zeit mit einem Verhänger von 40% herum. Ein mulmiges Gefühl, denn ich kannte den Schirm ja noch überhaupt nicht. Auf dem 2. Testflug produzierte ich nochmals einen Frontklapper und merkte, dass der Schirm wieder Krawatten-mässig zusammenklappte. Vielleicht war das auch der Ausschlag, warum ich mich schlussendlich nicht für den IOTA entschieden habe. Mein Bauchgefühl war beim Swift um einiges besser.

Ozone Swift 4

Schlussendlich habe ich mich dann für den Swift 4 von Ozone entschieden. Und ich bereue es keinen Moment. Ich habe enorm viel Spass mit dem neuen Schirm. Ich kann zudem locker mit einem Delta 2 oder U-Turn Blacklight mithalten. Bei den Manövern fühle ich mich sicher und das Fliegen macht so einfach sehr viel Spass.

2 Kommentare

  1. Martin W. sagt

    Hi Jonas,
    Einen sehr sympathischen und glaubhaften Bericht hast Du da geschrieben. Ich werde mir den Swift 4 auch mal zum Testen ausleihen. Danke Dir!

    Gruß, Martin

  2. Ralph Dietz sagt

    Hallo Jonas, das hört sich vielversprechend an und freue mich auf meinen ersten Flug mit dem Swift4 . Da kann ich wahrscheinlich froh sein keinen Iota gekauft zu haben. …Erlebnisse hatte ich mit Cayenne 3 und Marvel 25 genug..
    Er wird auf La Palma eingeweiht. Auch dir viel Spaß mit dem Schirm. R.D.

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